Löwenmähne ist ein Speisepilz, der botanisch als Hericium erinaceus bezeichnet wird. Er gehört zu den Stachelbartpilzen und ist durch sein auffälliges, zotteliges Erscheinungsbild leicht zu erkennen. Im Deutschen ist er unter Namen wie Igelstachelbart oder Affenkopfpilz bekannt, international unter anderem als Lion’s Mane oder Yamabushitake.
Der Pilz wächst natürlicherweise auf Laubbäumen und wird seit Jahrhunderten kultiviert. Besonders bekannt ist seine Rolle in der traditionellen ostasiatischen Küche und Kultur, vor allem in China und Japan. Dort wird Löwenmähne sowohl als Lebensmittel als auch als traditioneller Pilz geschätzt, ohne dass moderne Wirkversprechen im Vordergrund stehen.
In Europa rückt Löwenmähne seit einigen Jahren stärker in den Fokus. Für das Jahr 2026 wurde er zum Pilz des Jahres gewählt. Diese Auszeichnung lenkt die Aufmerksamkeit auf seine besondere botanische Stellung, seine ökologische Bedeutung und seine lange Nutzungsgeschichte als essbarer Pilz.
Für Nahrungsergänzungsmittel wird Löwenmähne in der Regel nicht als frischer Pilz verwendet, sondern in Form von Extrakten. Dabei werden bestimmte Inhaltsstoffgruppen wie Polysaccharide standardisiert, um eine gleichbleibende Qualität zu gewährleisten. Die genaue Zusammensetzung hängt vom verwendeten Extraktionsverfahren und der eingesetzten Pilzrohware ab.
Neben der botanischen Bezeichnung Hericium erinaceus ist Löwenmähne unter zahlreichen weiteren Namen bekannt. Dazu zählen unter anderem Pom-Pom-Pilz, Igelstachelbart, Affenkopfpilz oder Lion’s Mane. Trotz der unterschiedlichen Namen handelt es sich immer um denselben Pilz.