Krillöl ist ein marines Öl, das aus dem antarktischen Kleinkrebs Euphausia superba gewonnen wird. Im Unterschied zu klassischen Fischölen liegen die enthaltenen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA überwiegend in Phospholipidbindung vor. Diese Struktur ähnelt der natürlichen Form, in der Fette im menschlichen Körper transportiert und in Zellmembranen eingebaut werden.
In der heutigen Ernährung spielt Omega-3 eine deutlich geringere Rolle als noch vor wenigen Generationen. Industrialisierte Landwirtschaft, verarbeitete Lebensmittel, veränderte Fütterung von Tieren und ein insgesamt verschobenes Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren führen dazu, dass große Teile der Bevölkerung nicht ausreichend EPA und DHA aufnehmen. Studien zeigen seit Jahren, dass viele Menschen in Europa die empfohlenen Mengen deutlich unterschreiten.
EPA und DHA sind keine exotischen Zusatzstoffe, sondern grundlegende Bausteine für Zellmembranen, insbesondere in Nervenzellen, Herzgewebe und im visuellen System. Da der Körper diese Fettsäuren nur sehr begrenzt selbst bilden kann, ist er auf die Zufuhr über die Ernährung angewiesen.
Krillöl unterscheidet sich dabei in mehreren Punkten von klassischem Fischöl. Neben der Phospholipidbindung enthält es von Natur aus Astaxanthin, ein Carotinoid, das dem Öl seine typische Farbe verleiht und zur Stabilität des Lipidkomplexes beiträgt. Zudem stammt Krill aus einer der saubersten Regionen der Erde und steht am Anfang der marinen Nahrungskette.