MSM ist die Abkürzung für Methylsulfonylmethan. Dabei handelt es sich um eine organische Schwefelverbindung, die natürlicherweise im Schwefelkreislauf der Natur vorkommt. Schwefel ist nach Calcium und Phosphor eines der mengenmäßig wichtigsten Mineralien im menschlichen Körper.
Organischer Schwefel ist Bestandteil vieler körpereigener Strukturen. Er kommt unter anderem in Aminosäuren, Enzymen und strukturellen Eiweißverbindungen vor. Diese schwefelhaltigen Bausteine sind Teil grundlegender biologischer Prozesse.
In der Natur entsteht MSM als Endprodukt eines mehrstufigen Kreislaufs. Ausgangspunkt ist Dimethylsulfid, das von Meeresalgen freigesetzt wird, in der Atmosphäre oxidiert und schließlich als MSM wieder in den natürlichen Stoffkreislauf gelangt. Über diesen Weg gelangt organischer Schwefel auch in Pflanzen.
Für Nahrungsergänzungsmittel wird MSM heute in einem kontrollierten Herstellungsprozess gewonnen. Dabei wird MSM aus Dimethylsulfoxid hergestellt und anschließend in mehreren Destillationsschritten gereinigt. Ziel dieses Prozesses ist eine möglichst hohe Reinheit.
Reines MSM liegt als weißes, kristallines Pulver vor. Eigenschaften wie Korngröße, Reinheit und Verarbeitung spielen dabei eine Rolle für die Weiterverarbeitung, etwa bei der Abfüllung in Kapseln oder Pulverformen.
Da MSM keine Vitamine oder Mineralstoffe im klassischen Sinne enthält, existieren für organischen Schwefel keine zugelassenen Health Claims. Die Verwendung von MSM erfolgt daher ohne gesundheitsbezogene Aussagen und basiert auf seiner Rolle als schwefelhaltige Verbindung im Stoffkreislauf.