Jod ist ein essentielles Spurenelement. Der menschliche Körper kann es nicht selbst herstellen, ist aber dauerhaft darauf angewiesen. Besonders die Schilddrüse benötigt Jod, um Schilddrüsenhormone zu bilden. Diese Hormone steuern zahlreiche Prozesse im Körper, unter anderem den Energiestoffwechsel, das Nervensystem, das Wachstum von Gewebe sowie kognitive Funktionen.
In Deutschland und weiten Teilen Europas gilt Jodmangel heute wieder als relevantes Thema. Trotz jodiertem Speisesalz erreichen viele Menschen die empfohlene Jodzufuhr nicht mehr. Gründe dafür sind veränderte Essgewohnheiten, weniger Verwendung von jodiertem Salz, der Trend zu unverarbeiteten Lebensmitteln sowie der bewusste Verzicht auf industriell angereichertes Salz.
Ein Jodmangel kann vielfältige Folgen haben. Besonders bekannt ist die Vergrößerung der Schilddrüse, auch Kropf genannt. Darüber hinaus werden in der Fachliteratur unter anderem Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Gewichtszunahme, Konzentrationsstörungen, depressive Verstimmungen sowie Störungen des Herz-Kreislauf-Systems beschrieben. In schweren Fällen kann ein langfristiger Mangel ernsthafte gesundheitliche Konsequenzen haben. Während der Schwangerschaft ist eine ausreichende Jodversorgung besonders wichtig, da Jod eine Rolle in der Entwicklung des Kindes spielt.
Bio Kelp gilt als eine der natürlichsten Jodquellen. Kelp ist eine Braunalge, die Jod in organisch gebundener Form enthält, eingebettet in eine natürliche Matrix aus weiteren Pflanzenstoffen. Im Unterschied dazu liefert jodiertes Speisesalz isoliertes, anorganisches Jod. Dieses ist zwar technisch einfach, aber ernährungsphysiologisch kein vollwertiger Ersatz für eine natürliche Jodquelle aus Algen.
Ascophyllum nodosum, die meist verwendete Alge, wächst im Nordatlantik und wird aus biologischer, nachhaltiger Algenwirtschaft gewonnen. Die Jodmenge ist klar definiert und liegt mit 130 µg pro Pressling bei 86 % der täglichen Referenzmenge. Dadurch lässt sich die Jodzufuhr gezielt und kontrolliert gestalten, ohne auf stark schwankende Lebensmittelquellen angewiesen zu sein.