Nattokinase ist ein Enzym, das während der Fermentation von Sojabohnen entsteht. Der Ursprung liegt in der traditionellen Herstellung von Nattō, einem seit Jahrhunderten bekannten Bestandteil der japanischen Alltagskultur.
Bei der Nattō-Fermentation werden gekochte Sojabohnen gezielt mit dem Bakterium Bacillus subtilis natto versetzt. Während dieses Prozesses entstehen verschiedene Enzyme, darunter auch Nattokinase. Der Name leitet sich direkt von diesem fermentierten Lebensmittel ab.
Enzyme wie Nattokinase sind Eiweißverbindungen, die in biologischen Prozessen eine spezielle Rolle übernehmen. Sie sind hochspezifisch aufgebaut und reagieren empfindlich auf äußere Einflüsse wie Temperatur, Säure oder mechanische Belastung.
Die Fermentation gilt als entscheidender Schritt für die Bildung von Nattokinase. Erst durch diesen kontrollierten mikrobiellen Prozess entsteht das Enzym in der für Nattō typischen Zusammensetzung. Deshalb wird bei der Gewinnung von Nattokinase häufig bewusst auf traditionelle Fermentationsprinzipien zurückgegriffen.
Im Laufe der Zeit hat Nattō nicht nur als Lebensmittel, sondern auch als Forschungsgegenstand Aufmerksamkeit erhalten. Die Isolierung einzelner Enzyme aus fermentierten Lebensmitteln ist dabei ein moderner Ansatz, der traditionelle Verfahren mit heutiger Biotechnologie verbindet.
Nattokinase wird heute nicht mehr direkt aus dem Lebensmittel verzehrt, sondern als gereinigter Extrakt verarbeitet. Dabei steht die Kontrolle von Fermentation, Reinheit und Aktivität im Vordergrund, um eine gleichbleibende Qualität zu erreichen.