Molekularer Wasserstoff ist die einfachste chemische Verbindung überhaupt. Er besteht aus zwei Wasserstoffatomen und wird als H₂ bezeichnet. Aufgrund seiner sehr geringen Molekülgröße kann er sich schnell in Flüssigkeiten lösen und sich im Körper frei verteilen, ohne gespeichert zu werden oder Rückstände zu hinterlassen.
In der wissenschaftlichen Forschung wird molekularer Wasserstoff seit vielen Jahren untersucht. Dabei steht weniger eine klassische Nährstofffunktion im Vordergrund, sondern vielmehr sein physikalisch-chemisches Verhalten. Wasserstoff entsteht im menschlichen Körper auch natürlicherweise, unter anderem durch mikrobiologische Prozesse im Darm.
In Nahrungsergänzungsmitteln wird molekularer Wasserstoff nicht als isoliertes Gas zugeführt. Stattdessen kommen wasserstoffbildende Konzepte zum Einsatz. Diese beruhen auf der gezielten Kombination bestimmter Mineralstoffe und Spurenelemente, die unter physiologischen Bedingungen miteinander reagieren können und dabei Wasserstoff freisetzen.
Der Vorteil dieses Ansatzes liegt in der kontrollierten Entstehung von Wasserstoff direkt im Körper, statt einer kurzfristigen externen Zufuhr. Dabei werden ausschließlich Stoffe verwendet, die dem Organismus bekannt sind und ernährungsphysiologische Funktionen erfüllen, etwa Mineralstoffe oder Vitamine.
Magnesium ist an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt und trägt zu einer normalen Muskelfunktion bei. Vitamin B6 trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel und zur normalen Funktion des Nervensystems bei. Selen trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Diese Nährstoffe werden nicht wegen eines unmittelbaren Effekts eingesetzt, sondern als Teil einer strukturierten Versorgung.
Der Einsatz molekularen Wasserstoffs in Nahrungsergänzungsmitteln folgt einem systemischen Ansatz. Es geht nicht um schnelle Reize oder stimulierende Effekte, sondern um Prozesse, die zeitlich versetzt und eingebettet in den normalen Stoffwechsel ablaufen.
Gerade in Kombination mit verzögert freisetzenden Kapseln rückt der Gedanke der zeitlichen Ordnung in den Vordergrund. Solche Konzepte orientieren sich an natürlichen Rhythmen des Körpers und werden häufig mit Phasen der Ruhe und Regeneration in Verbindung gebracht, ohne dabei eine konkrete Wirkung zu versprechen.